August 2008
Prix!
Der interaktive KDD-Fall ist für den "Prix Europa" in der Kategorie "Emerging Media" nominiert.
Über 30 KM. Check.
Zerrung und drohende Erkältung sind überstanden. Das Training läuft wieder rund, während ich mit großer Sorge die schwere Verletzung des Kollegen Bellem beobachte (wie groß meine Sorge ist, steht in seinem Blog unten in den Kommentaren).
Genau heute in 2 Monaten ist der Frankfurt-Marathon. Grund genug, endlich die richtig ernsthaften Trainingseinheiten anzugehen. Heute: Erstmals über 30 KM (32 waren's dann) und über 3 h am Stück.
Man sagt ja, dass der Marathon erst bei KM 30 wirklich anfängt.
Oh weh.
Immerhin wird der Fulda-Marathon in 10 Tagen gerade mal eine Tempotrainingseinheit und nicht, wie im Mai mit dem Gewinnspiel verkündet, der persönliche sportliche Höhepunkt des Jahres. Schon erstaunlich, was man mit Sturheit erreicht.
Urlaub!
Mit der Familienbande rumfahren. Bücher lesen. Adventures spielen. Alle "Nightmare on Elm Street" gucken. Endlich "Metal Gear Solid 3" abschließen. Und "Twilight Princess". Büro ausmisten. Einen 30-Kilometer-Lauf schaffen. Vielleicht mal einen Gedanken an den dritten "Drachenwächter"-Band verschwenden.
Haunted & erschöpft
Das Beste der GC 2008: "Haunted" von Deck13 wurde enthüllt.
Ansonsten:

Verdammt - die Baptist World Youth Conference verpasst. Immerhin kann ich noch zum 11. Kabelkongress! :)
Und hier noch ein Bild, wie ich dienstlich die Korrektheit einer deutschen Fassung prüfe:

Dem Irrsinn eine Chance
Halsschmerzen? Müdigkeit? Ach egal - ich fahre morgen DOCH zur GC. Ohne Hotel. Hit and run. Kann danach ja krank sein, wie ich lustig bin.
GC abgesagt
Tja, schade drum. Kurzfristig Hotel und Zug abgesagt, denn unser Haus ist ein einziges Lazarett, und bei mir hat die Grippe auch schon die gelbe Karte gezückt ... lieber zu Hause bleiben, statt sich die rote einzufangen.
My personal Spongebob
Die offiziellen Unterlagen für den Frankfurt-Marathon sind heute eingetroffen. Die Strecke geht bis nach Höchst und wieder zurück. Ich stehe im Startblock "Rosbacher". Und ich habe Angst.
Der seltsamste Abschnitt im Dokument "Wichtige Informationen für Läufer":
"Schwamm
Sie erhalten mit Ihren Startunterlagen einen Schwamm. Vergessen Sie nicht, diesen zum Lauf mitzunehmen!"
Muss ich an den Kreuzungen die Fensterscheiben der wartenden Autos putzen oder was? Und was passiert, wenn ich den Schwamm nicht mitnehme? Stehen beim Zieleinlauf Schwammkontrolleure?
"Horst, hier ist wieder einer ohne Schwamm!"
"Nummer 8205 - disqualifiziert. Durch den Seitenausgang raus, zackzack."
... und Löffler hört zu
Im Taunus ist's ungefähr so langweilig wie im Vogelsberg, nur dass man es in die Zivilisation (Frankfurt) nicht ganz so weit hat. 5 Autorinnen und Autoren ändern das am Freitag, den 26.9. und lesen aus ihren Werken. Der Löffler gehört zu den "rund 80 weiteren Autoren", die als Eintänzer fungieren. Zweieinhalb Stunden geballte Literatur, mindestens 85 Autoren in einem Raum - die 12 am besten angelegten Euro deines noch jungen Lebens! :)
del Toro gucken
Das werde ich zumindest versuchen. Wenn er schon auf der GC rumläuft, kann man ihn auch mal stalken.
Jaja, das Alter ...
Bislang lief's in meinem Training ja bestens. Aber Samstag war es dann soweit: Tempotraining. Volle Pulle durch den Forst. Plötzlich RATSCH - und der rechte Oberschenkelhinteninnenmuskel (Abduktor? Adduktor? Alligator?) schmerzt höllisch. Humpelhumpel nach Hause. Kühlung und Salbe. Pause. Gestern alles wieder gut. Problaufen. Nach 20 Min kehrt der Schmerz zurück. Kühlung und Salbe. Jetzt Pause - mindestens 3 Tage. Immerhin: Seit Monaten zum ersten Mal wieder Wii gespielt. Ohne "Fit". Ballerspiel.
Was bedeutet das? Vor der Games Convention bekomme ich kaum noch den geplanten 30-KM-Lauf hin. Bis zum Fulda-Halbmarathon ist es zum Glück noch über 3 Wochen hin, da dürfte es kein Problem geben. Ich hoffe nur, im September noch genügend Reichweite zu schaffen, um Anfang Oktober den Trainings-Höhepunkt zu erreichen - damit dann Ende Oktober beim Frankfurt-Marathon genug Energie im Speicher ist.
Geburtenkontrolle
Das Geburtshaus Fulda, in dem unsere Kinder geboren wurden, fragte an, ob ich für eine hiesige Gratis-Wochenendzeitung eine Kleinigkeit über die ganze Erfahrung schreiben könnte - aus männlicher Perspektive. Hab ich gern getan, gestern war's zu lesen. Und weil ich sonst nichts mit dem Text anzufangen weiß - hier ist er:
Die Sorgen, die einen werdenden Vater umtreiben, können mitunter befremdlich wirken - vor allem auf die werdende Mutter, die sich mit wachsendem Bauch und verrückt spielenden Hormonen dann auch noch mit einem Rad drehenden Gatten abmühen muss.
Auch wenn man als werdenden Vater nicht unmittelbar körperlich am ganzen Geburtsgeschehen beteiligt ist, bekommt man die ganze Ladung an Gefühlen ab - die guten wie die schlechten. Und allzu oft überwiegen dabei die Sorgen. Das kann sich auf den Umgang mit der schwangeren Gattin beziehen oder die ungewissen Umstände, wie anders das Zusammenleben mit einem Baby sein wird.
Doch die meisten Gedanken kreisen um die Geburt selbst.
Was, wenn ein Unwetter kommt? Blitz, Hagel, Schneefall, Lawine, Erdbeben, Taifun? Oder wenn das Handynetz zusammenbricht? Wenn die Straße gesperrt wird? Wenn uns eine Wildsau vors Auto läuft? Und wenn wir dann dort sind - was, wenn es Komplikationen gibt? Kommen wir mit der Hebamme zurecht, und sie mit uns?
Jeder hat im weiteren Bekanntenkreis einen Fall, wo bei einer Geburt etwas fürchterlich schief ging. Und immer wieder fragt man sich unbewusst: Kann uns das auch passieren?
Kein Wunder, dass der Gedanke an eine Geburt außerhalb des Krankenhauses die meisten Männer in schreiende Panik versetzt. Eine Geburt ist schließlich so etwas wie eine Operation, und da muss doch ein Arzt dabei sein.
Oder nicht?
Als meine Frau sich für eine Geburt im Geburtshaus aussprach, formten sich bei mir alle möglichen Schreckensbilder im Kopf. Ich konnte mich vor Vorbehalten kaum retten - zu sehr war mir eingeprägt, dass Geburten in Kreißsälen geschahen, basta.
Wie mit so vielem im Leben, ist es die persönliche Erfahrung, die eine Meinung ändert. Ein Besuch im Geburtshaus hilft, sich selbst eine Eindruck zu verschaffen, ob man sich in diesem Umfeld wohl fühlt. Denn eines ist klar: Genauso, wie nicht jeder eine Geburt im Kreißsaal als ideal empfindet, so unpassend empfinden es andere, im Geburtshaus oder zu Hause ein Kind zur Welt zu bringen.
Was meine Sorgen aber nachhaltig zerstreute, war das Vertrauen in meine Frau. Sie hatte sich eindeutig dafür entschieden, dass das Geburtshaus für sie der beste Weg war. Wenn sie überzeugt war, diese so wichtige Erfahrung am besten auf diesem Weg zu machen, wollte ich sie unterstützen.
Und mit jedem Termin wurde mein Gefühl besser. Jeder Gesprächswunsch wurde erfüllt, jeder sorgenvolle nächtliche Anruf ließ uns beruhigt zurück. Wir fühlten uns einfach in guten Händen.
Natürlich, und das kennen alle werdenden Väter, verschwinden Ängste und Bedenken vor der Geburt nie ganz. Bis zu dem Tag, als ein nächtlicher Blasensprung eine neue Phase unseres Lebens einläutete, blieb die Grundanspannung bestehen. Dann fuhren wir ins Geburtshaus. Und die angenehme Betreuung setzte sich während der Geburt fort, machte sie zu einer intensiven, aber auch wundervollen Erfahrung.
Leonard kam im November 2005 zur Welt. Nora Elisa im vergangenen Februar. Beide im gleichen Raum des Geburtshauses. Beide quicklebendig.
Such den Löffler
Wer aus erster Hand erleben möchte, wie die erwähnte Riesenstimmung in Wettges ausgesehen hat, kann sich hier bei YouTube davon überzeugen. In diesem zweiten Filmchen taucht auch der Löffler auf.
Wer mir den richtigen Zeitcode schickt, wo er zu sehen ist, nimmt auch am Gewinnspiel teilt.
Tipp: Es ist ein groß gewachsener Mann mit ästhetisch ausgereiftem Laufstil, elegant und doch kraftvoll. (Bei 8:25 läuft übrigens auch Stephan Bellem durchs Bild!)
Lebensqualität in Hessen gestiegen
Zum ersten Mal seit Ewigkeiten konnte ich mehr als 30 Minuten Radio am Stück hören, ohne mir Dübel in die Ohren bohren zu wollen. Und seit AFN nur noch MP3s mit gefühlten 8kbit rödelt, ist das leider auch keine Alternative mehr.
Und nun? Ich sah Plakate in Fulda, die für so exotische Musikrichtungen wie "Rock" und "Pop" warben - im Radio. Genau dort, wo man sonst nur Bestätigungsschwafel hört, etwa so: "Isses heiß heute! Ja, es ist heiß! Alle essen Eis und sitzen im Schwimmbad, ist das nicht cool? Wir fragen Natascha, die gerade im Freibad ist. Natascha? 'Ja, echt heiß heute. Ich esse Eis.'" Dann kommt meistens Anastacia mit "Sick and tired" (wie passend!) und der Wettbericht, der davon schwärmt, wie heiß es doch ist. Dann Werbung. Dann Comedy wie die "DFB-Kantine", bei der man am liebsten vor den nächsten Baum fahren möchte, bloß um das Ziehen im Hirn loszuwerden.
Wir fallen auf die Knie und danken Radio BOB für die Erlösung von dem Bösen.
Ging ja völlig an mir vorbei - ein neuer Sender in Hessen. Einer der Musik spielt. MUSIK! Unglaublich. Ich wünsche ein langes Leben!
Neues Kurzes
Erst bringt man ewig lang überhaupt keine kurzen Texte raus, dann ballert alles nur so rein. Gerade vor kurzem kam dieses schöne Exemplar, nun trudelt bei mir die Nullnummer eines neuen Magazins aus / für Berlin rein. Die Homepage ist noch etwas wenig aussagekräftig, das Magazin selbst umso stylisher. Bin gespannt auf die anderen Artikel - das Inhaltsverzeichnis macht neugierig. Von mir ist darin enthalten: "Das Ich, das Es und der Ballermann - Die Kulturgeschichte des Egoshooters"
Die andere Neuerscheinung kommt jetzt im August. Im Magira-Jahrbuch bin ich nach dem Artikel letztes Jahr nun mit einer Kurzgeschichte vertreten. Titel: "Schlachtfeld". Das freut mich vor allem deshalb, weil's zwar wieder Fantasy ist, aber ... anders.
Es geht um Orks.
Auch.



