Juli 2007

Your time will come

Irgendwann im ersten oder zweiten Semester - wir sprechen hier von der Steinzeit, also Mitte der 90er Jahre - habe ich zwei Dinge gekauft.


Das erste war ein 100er-Pack Karteikarten und eine Aufbewahrungsbox für ebendiese. Ich dachte mir, das bräuchte ich als Student, und jeder Professor, der über 30 war (und bei "Computer" an so ein Ding mit Vakuumröhren dachte) schwärmte von seinem Karteikartensystem, mit dem er ungeheures Wissen angehäuft hatte. Das wollte ich auch. 


In den folgenden Jahren verbrauchte ich ca. 4 Kartikarten. Aber nicht, um Weisheiten zu notieren, sondern Einkaufslisten oder so etwas. Die übrigen zogen mit dem Rest des Büros jedesmal um, waren immer griffbereit und wurden nie genutzt.


Zur gleichen Zeit kaufte ich ein Buch. Das ist nicht ungewöhnlich. Ich las es nicht sofort, sondern überflog es mal und stellte es ins Regal. Das ist auch nicht ungewöhnlich. Schließlich hatte ich als Kind mal eine Verfilmung gesehen, daher herrschte kein akuter Lesebedarf. Es war ein Buch, das im Allgemeinen als Klassiker gilt und mir in der damals noch existierenden "Wohltatschen Buchhandlung" der Marburger Oberstadt im Mängelexemplare-Karton für ein paar DM zuwinkte, also kaufte ich es. Wie bei jedem Buch mit dem festen Vorsatz, es irgendwann richtig zu lesen, denn es ist ja ein Klassiker.


Die Jahre vergingen.


Und jetzt auf einmal lese ich das Buch. Aus beruflichen Gründen. Und ich muss dabei ungeheuer viele Notizen machen, komme aber derzeit nur im Zug oder in der S-Bahn so richtig zum Lesen. Was nutze ich also als Lesezeichen und Notiermöglichkeit? Meine Karteikarten.


Nach über 10 Jahren kann ich nun sagen: Das war mal langfristig eingekauft.


Oder ich werfe entschieden zu wenig weg.

Zurück aus Berlin

"Der Eurocity aus Krakau verspätet sich um 180 Minuten. Grund ist die verspätete Übernahme der polnischen Bahn."


Betrifft mich nicht, weil ich den Zug auf dem anderen Gleis nehme, aber ich denke mir: He, Bahn, wenn du in solchen Fällen schon mit dem Zeigefinger in die Richtung der Kollegen wedelst, dann sei auch so ehrlich, wenn die Polen, Franzosen oder sonstwer nicht mitgemischt haben. Beispielsweise:


"Der Regionalexpress aus Hamm verspätet sich um 30 Minuten. Grund ist ein besoffener Weichensteller."


"Der ICE aus Köln verspätet sich um 45 Minuten. Grund ist unsere eigene Dummheit."


"Der ICE nach München entfüllt. Es wird ein Ersatzzug bereitgestellt. Grund ist, dass wir nicht mehr wissen, wo wir das Ding geparkt haben."


Aber das war mir eigentlich alles egal. Schließlich konnte ich in Berlin ein paar Minuten mit dem iPhone rumspielen, endlich mal das "Otherland" in persona besichtigen und freue mich über diese gnadenlose Selbstvermarktung meinerseits.


"Magie" geht unterdessen auf die Zielgerade - zumindest die erste Fassung. Es wird noch einiges an Überarbeitung fällig, denn als ich am Wochenende einen 70er-Jahre-SF-Film sah, wurde mir schlagartig bewusst, mit welchem visuellen Element ich noch ein erzählerisches Problem lösen kann. In den Kapiteln, die noch ausstehen, wird es schon ganz selbstverständlich eingebaut, aber dann muss ich natürlich einen Schritt zurück machen und es auch vernünftig einführen, aufbauen und erklären.


Oh, und "Jack Keane" fährt durch die Bank hohe Wertungen ein, sogar mit einer 88% in der GameStar. Herzlichen Glückwunsch, Deck13! :)

Der Bote kommt!

Genauer gesagt: Der Fantasy-Bote. Und der hat nun "Drachenwächter" rezensiert.


In schöner Tradition freue ich mich über die lobenden Worte:

"Das Buch platzt fast aus seinen Nähten, so viel Handlung, Personen und Hintergrund hat der Autor in den knappen 350 Seiten untergebracht. Das erzeugt eine Menge Spannung und hält den Leser bis zum Ende ans Buch gefesselt."


Und:
"Ich hoffe das der Spreeside-Verlag die Reihe fortsetzt, denn in weiteren Bänden könnte der Autor von dem hier gelegten Fundament ausgehend mehr in die Tiefe erzählen. Mit Seld und Mesala hat er mindestens zwei Charaktere geschaffen, über die ich gerne mehr erfahren würde."

Nicht überraschend werden genau diese beiden Figuren weiter im Mittelpunkt der Erzählung stehen. Band 2 wird wieder zum größten Teil von einer Reise erzählen, aber ... sagen wir mal ... die moralischen Beweggründe werden anders sein. Und die Entscheidungen, die Seld zu treffen hat, werden nicht leichter ...

2008.

Selbst gegen die kritischen Anmerkungen in der Rezension habe ich nichts einzuwenden. Wieder mal - danke fürs Lesen!

Dusmania - doch nicht

Für die sympathische Veranstaltung für Hobby-Spieleentwickler Anfang August habe ich leider keine Zeit. Wegen der Arbeit sowieso nicht, nun ist noch was Privates dazwischen gekommen ...

"From Producer J.J. Abrams"

Das ist spätestens seit "Lost" durchaus ein Qualitätsmerkmal. Man darf sehr gespannt, sein, was er aus "Star Trek XI" machen wird - zumal er bei diesem Projekt mit Alex Kurtzman einen Drehbuchautoren vorweisen kann, dessen Trackrecord "The Island", "The Legend of Zorro" und "Transformers" umfasst.


Aber da ist noch mehr - ein "Untitled J.J. Abrams Project", von dem es nun einen ersten, ebenso unbetitelten, Trailer gibt, mit dem Starttermin als Codenummer: "1-18-08" (15 MB).


Hui.

Crunch!

Die nächsten Wochen werde ich nur selten ohne Tastatur aus dem Haus gehen. Oh ja, geschrieben wird, aber weniger hier. Das ist kein Warnstreik. Die Tarifverhandlungen wurden erfolgreich abgeschlossen. Deswegen Crunch-Mode. Und die erste Hälfte von "Magie" ist schon überarbeitet, die zweite entsteht gerade. Ein "Sommer", in dem fehlende Freizeit kein Verlust ist.


"Magie" ist mit seinem finalen Titel übrigens schon in einer dunklen Ecke des Internet aufgetaucht. Allerdings ohne den Autorennamen, und, nein, nicht bei amazon.de oder Konsorten. Man müsste also erstens wissen, wo man guckt, und zweitens, wonach genau, und außer mir und ein paar Eingeweihten weiß das keiner.


Keine Angst. Wird sich bald ändern. :)

Die seltsame Überschrift des Tages

Es gibt Überschriften im RSS-Reader, die man automatisch anklickt. Diese hier heute in der Netzeitung ist so eine:


"Dorfhure heilt Exorzisten"


Hm, denkt man da, ein Mystery-Thriller von der Autorin von "Die Wanderhure"? Nein, doch nicht ...

T-Hirn

Jaja, die übliche Bestellerfahrung: Alles online machen und 20 Euro Gutschrift bekommen - schön wär's. Dann drei Browser auf zwei verschiedenen Betriebssystemen versuchen, die alle an den gleichen Stellen haken. Mal behauptet die Website mit stoischer Gelassenheit, man müsse etwas anklicken, das man längst angeklickt hat, dann ist der Termin, den die Seite ihrerseits vorschlägt, nicht innerhalb der nötigen Frist. Und letzten Endes tritt eine "Störung" auf und man wird auf die Hauptseite zurückgeführt. Danke sehr.