FalkoBlog

Kommentare und Gedanken zu meiner Schreibwelt, Phantastik im Allgemeinen, der Computerspielebranche, diversen Privatsachen und seltsamen Dingen.


titel











Horst und ich

18082010092Leider kann ich nur eine schlechte Handy-Aufnahme des geschmackvollen Kupferstichs bieten, den ich mir in der Pension beim Frühstück angucken konnte. Nein, das ist nicht etwa ein tellergroßes "Kunstwerk" - es ist wandfüllend. Natürlich hätte ich mich auch 180° drehen können, aber dann hätte ich die ganze Zeit auf einem fast genauso großen Flachbildfernseher anschauen müssen, wie ein bekloppter Stier in Zuschauerränge hüpft - eine moderne Analogie zum Kupferbild.
19082010100



































Dies ist ein Symbolbild. Es zeigt, wie viele Kilometer man auf dem Messeglände zurücklegt, das ungefähr von Porz bis Kalk reicht. Nicht geografisch, sondern lautmalerisch. Die Sohle gehört dem großartigen Martin Ganteföhr. Sie hat schon einige Messen hinter sich. Die Sohle illustriert, wie ich mich aktuell fühle.
18082010094




















Das ist ein Teil der Bande von adventure-treff.de. Trotz manch gemeinsamer Stunde ist es mir gelungen, etwas vor ihnen geheim zu halten. Aber ich habe nicht damit gerechnet, wie investigativ ihre journalistische Arbeit ist. Sie nehmen es auch auf sich, durch Printmagazine zu blättern und stießen in der IGM auf diese Anzeige:
19082010101




















Wer genau hinschaut, sieht dort nicht nur den großartigen Horst-Tappert-Derrick - sondern daneben auch das "Drachenwächter"-Cover. Was das heißt? Daedalic in Hamburg entwickelt ein kleines, feines Fantasy-Abenteuerspiel, das auf dem ersten Band basiert. Bald gibt's einen Trailer.
Und kaum bin ich zu Hause, werde ich für eine Lesung in "Deutschlands größter Schule" gebucht.
Habe mir vor lauter Freude gleich im "Bruce Lee Salon" am Kölner Hauptbahnhof eine neue Frisur anprügeln lassen. Wer auch mal hin will: Der ist direkt hinter dem "Bruce Lee Restaurant".
bruce

Bald: Zurück zu den Drachen

"Eskalationsziel" nähert sich dem Ende. Nach langer, langer (und LANGER) Arbeitszeit. Nicht etwa, weil das Buch viel dicker als meine anderen ausfallen würde, nö, es steckt einfach mehr drin. Vieles auch nicht. Denn nicht jedes Detail, das ich recherchiert habe, taucht zwangsläufig im Roman auf. Ich gehöre nicht zu denjenigen, denen es wichtig ist, ihr ganzes Hintergrundwissen irgendwo im Manuskript unterzubringen (oder Unterhosenwerbung zu machen, nudge nudge). Auf die Rezeption des Politthrillers bin ich dann sehr gespannt ...

Zum "Drachenwächter": Das ungekürzte, wieder von David Nathan eingesprochene Hörbuch zu Band 2 "Die Jagd" ist endlich in Produktion und sollte bald aufschlagen. Zumindest noch dieses Jahr. Und in einer schöneren Verpackung als die gewohnten Jewelcase-Schuber.

Gerade habe ich auf meiner Homepage beim 3. und letzten "Drachenwächter"-Band die Zahl hinter "Geplant für" von 2010 auf 2011 korrigiert. Eigentlich hatte ich geplant, jetzt schon mitten im Manuskript zu sein, aber Status ist: Bald schreibe ich den ersten Satz.

2011 als VÖ-Termin will ich unbedingt einhalten, denn nach 2007 und 2009 schaffe ich dann wenigstens den 2-Jahre-Rhythmus. Aber ich lehne mich noch nicht so weit raus, eine Prognose abzugeben, wann 2011 das Ding erscheint.

Gruselig, wie viel Zeit vergangen ist, seit ich die "Drachenwächter"-Idee zum ersten Mal in Form einer Kurzgeschichte umgesetzt habe. Wenn alles läuft wie geplant, wird diese Geschichte der marschierenden goldenen Drachen 13 Jahre nach der Anthologie-Veröffentlichung ihr endgültiges Ende finden ...

Neue Löfflerviews

c_n78

In der September-Ausgabe der "Nautilus - Abenteuer & Phantastik" wird "Cademar" im Artikel über Zauberschulen vorgestellt und ich darf ein paar Worte dazu sagen. 


Und aktuell:

Auf Wheelofgames.com gibt's ein paar Äußerungen von meiner Seite zum Beruf des Storytellers für Spiele. Das Ganze ist Teil einer Reihe, die verschiedene Jobs in der Branche beschreibt. Zuletzt war  Rob Leuchtenberger dran, etwas über Grafikerstellung zu berichten, als nächstes wird Daniel Pharos über Musik reden.

Das Rocky-Wort

Normalerweise nutze ich den "long jog", um über Plot-Probleme meines aktuellen Projekts zu grübeln. Es gibt aber bei "Eskalationsziel" keine Baustellen mehr und ich war bei KM 14 schon so kaputt, dass ich beschloss, jemand sollte nachdenken, wie man die Rocky-Filme am besten in einem Wort zusammenfassen kann.

Also:

Rocky 1: Das ist leicht: Liebe. Denn eigentlich geht es in dem Film nicht ums Boxen, es ist eine klassische Aufsteiger-Love-Story.

Rocky 2: Knifflig. Denn dieser Film ist ein einziger Eintopf. Rocky muss mehr boxen, die Liebe darf nicht zu kurz kommen, die etablierten Charaktere müssen wieder auftauchen, aber es darf nicht der gleiche Film wie Teil 1 werden. Erst nach anderthalb Kilometern kam die Erkenntnis: Kind. Letztlich dreht sich die ganze Geschichte doch nur um die Schwangerschaft, der Rest ist Staffage.

Rocky 3: Auch leicht: Tod. Erst kostet es Mickey, dann hat Rocky Todesangst wegen des Nachtelf-Irokesen. (Alternative wäre: Dong, das Geräusch, mit dem Rockys Helm auf die Statue prallt).

Rocky 4: Eigentlich wäre es hier Politik, aber man MUSS es einfach reduzieren auf: DRAGOOOO!

Rocky 5: Auch schon wieder etwas schwerer. Ein kaputter Rocky, der einen komischen Typen coacht und Avildsen-Regie wie aus den 70ern. Tiefpunkt der Serie ohne Substanz. Bleibt nur: Hut. Der Film lebt davon, dass Rocky den Hut von damals aufträgt. 

Rocky Balboa: So ein würdiges Finale lässt sich nur in einem Wort zusammenfassen: Adrian. Und damit schließt sich auch wieder der Kreis zu Teil 1.

Schön, dass das geklärt ist.

Romantasy in Mittelosthessen

Mit Hochzeitstagsfeierlichkeiten hatten wir bisher wenig Glück.

Letztes Jahr fuhren wir nach Lauterbach. Mein Geburtsort hat einiges zu bieten - nicht nur eine exzellente Buchhandlung (in der es weltexklusiv signierte "Funkloch"-Exemplare gibt), sondern auch viele Möglichkeiten (man muss fast beide Hände nehmen, um sie abzählen zu können), um in trauter Zweisamkeit schön zu essen und gemütlich zusammenzusitzen. Es war ekelhaftes Wetter, das eine Restaurant hatte geschlossen, das andere war menschenleer und wir wollten nicht die einzigen Gäste sein. Wir waren früh wieder zu Hause und genervt.

Dieses Jahr sollte alles anders werden. Statt nach Lauterbach fuhren wir in die andere Weltstadt von Mittelosthessen - nach Fulda!

Plan: Beim Chinesen essen und dann noch woanders gemütlich einkehren. 

Beim Chinesen begrüßte uns ein Schild: "Betriebsferien von 1. bis 29. Juli". Gestern war der 29. Juli. Da fiel uns ein Restaurant-Cafe ein, in dem es leckere Tortilla gibt - nicht chinesisch aber immerhin. Frohgehmut bestellten wir Getränke und Essen. Und bekamen: Getränke und die Information, dass die Küche geschlossen hatte. Immerhin erhielten wir als Geheimtipp, dass es drei Ecken weiter noch einen anderen Chinesen gab.

Wir tranken.

Und als wir dann endlich vor dem Geheimtipp-Chinesen standen hatten wir eigentlich keine Lust mehr, noch groß was zu essen. 

Wir entschieden um: eine schnelle Kleinigkeit sollte reichen, und wir beschlossen, das zu tun, was ein westeuropäisches Akademikerpaar üblicherweise am Hochzeitstag macht: ins Burger-King-Drive-In fahren. Denn die hiesige Nahrungskette wird vor allem durch zwei Institutionen aufrechterhalten: durch Tankstellen und seit dem Sieg der Nordstaaten auch durch effiziente Systemgastronomie aus Übersee. So etwas muss unterstützt werden.

Ich bestellte Whopper.

Und die Frau schaute mich tieftraurig an: "Wir ham leider keine großen Brötchen mehr."

Ich musste mich beherrschen, nicht ins Lenkrad zu beißen. Vom Beifahrersitz schallte hysterisches Kichern in die Nacht.

Wir bekamen die Fleischeinwaage des Whoppers in Form von mehreren kleinen Bulettenbrötchen und verließen das Drive-In mit quietschenden Reifen, damit uns auf dem Highway niemand lachen hören konnte.

Morgen machen wir in Frankfurt eine Schifffahrt.

Wir vermuten, dass kurz vorher der Main abgepumpt wird, um die Fahrrinne zu reinigen.

Vorträge. Und das Leben.

Bei der "Game Developers Conference Europe" bin ich auch dieses Jahr nicht. Hatte überlegt, einen Vorschlag für einen Vortrag einzureichen, aber ich hab doch schon alles gesagt. Nur nicht auf Englisch. Vielleicht nächstes Jahr, wenn mir einfällt, was ich internationalen Hörern mitzuteilen hätte. Auf der GamesCom an sich bin ich natürlich.

Mindestens zwei weitere Vorträge halte ich aber noch dieses Jahr.

Zum einen darf ich bei der diesjährigen Tagung des Autorenforums "Montségur" etwas über Software für Schriftsteller erzählen, wobei ich den Schwerpunkt auf mein Leib- und Magenprogramm "Scrivener" lege. Das sollte eigentlich schon längst in Version 2 erhältlich sein, aber der Release verzögert sich immer weiter. Vielleicht schlägt noch rechtzeitig eine Beta-Version bei mir auf, ansonsten beschränkte ich mich eben auf Version 1. Die Tagung an sich ist eine recht geschlossene Veranstaltung, aber die Vorträge werden gefilmt und später als DVD verkauft. Traditionell beginnt die Tagung mit einer Lesung am Freitag Abend (24. September) - und wer's nicht weit nach Oberursel im Taunus hat, sollte sich den Termin vormerken (nein, keine Angst, ich bin keiner der Lesenden).

Schon eine Woche später verschlägt es mich dann zum Symposium der Inklings-Gesellschaft. (Hö? Inklings? Inklings! Einfach schnell drei Mal hintereinander sagen.) Mein Vortrag heißt wahrscheinlich: "Alte Welten, neue Medien: Die Inklings interaktiv". Ja: Computerspiele. Denn es ist ja einige Zeit vergangen, seit Tolkien in den 70ern die Lieblingslektüre diverser Programmierer war und heute ein "Narnia"-Film viele lustige Hüpfspiele nach sich zieht. Vielleicht machen wir im Vortrag auch einen Exkurs auf die Meta-Ebene, die ist so schön bunt.

---

"Im Funkloch" ist überall auf Lager. Wer noch einen Grund sucht, es zu kaufen: Es ist der billigste Löffler ever.

Das Hörbuch zu "Drachenwächter - Die Jagd", ähm, hätte auch schon im Handel sein sollen. Ich schiebe diesen unplanmäßigen Zwischenstopp auf die Bahn, die ist im Moment schließlich an allem schuld.

Apropos: Vorgestern, in Hamburg bzw. im ICE, habe ich mein Nokia C5 exzessiv benutzt. Das iPhone hätte spätestens auf der Rückfahrt Höhe Göttingen alle Viere von sich gestreckt. Heute, zwei Tage später, zuckt die Akku-Anzeige des C5 nicht mal.

Warum ich eigentlich dort im Norden war? Verrate ich bald. :) Doch, sehr bald.

"District 9": Tja. Ich kann nicht damit. Pseudo-Dokumentar-Stil ist nicht mein Ding, wird es wohl nicht mehr. Ist ja alles ganz originell, aber baut bei mir einfach nur Distanz auf. Und warum wird der Mech-Kampf am Ende von "Avatar" als doof kritisiert, aber hier ist er toll? Hm. Mein Geschmack entwickelt wohl Anflüge von Altersstarrsinn ("Früher gab's so Filme nicht!").

Und obwohl ich stramm auf die 40 zugehe, ist es mir auf meine alten Tage noch gelungen, meine bisherige Halbmarathon-Bestzeit um 1 Minute zu unterbieten und souverän in der oberen Hälfte der Ergebnisliste zu landen. Ha!

Ein Gedicht!

Meine Belege von "Im Funkloch" sind heute eingetroffen! Schön ist es geworden!

Aber da ist diese Computerspielefirma, die mir immer noch kein Belegexemplar des Spiels geschickt hat, an dem ich mitgearbeitet habe. Ich möchte ihr hiermit etwas zurufen:


DAS EXEMPLAR

Schau ich ins Regal an meiner Wand

Wird klar: Es fehlt etwas in diesem Land.

Nicht Friede, Freude, Eierkuchen,

Das könnt' ich alles selber suchen,

Wo etwas sein soll, ist es nicht,

Weswegen mir das Herz zerbricht.


Dort fehlt es noch - das Exemplar!

Und das schon fast seit einem Jahr.

Die Lücke, riesig wie ein Scheunentor.

Mein Wehklagen hallt an jedes Ohr.


Noch einmal will ich hiermit flehen:

Vielleicht könnt ihr es noch so drehen,

Dass es klopft an meine Pforte

Und die Post bringt - keine Torte -

Sondern doch mein Exemplar,

Und es wäre sogar absetzbar.


Kreuz und quer

Wo fange ich an?

Besser nicht damit, wie mein neuer Handy-Provider etwas bei der Nummernportierung versaut hat. Nein, lieber nicht. Das macht nur Magengrummeln.

Ich bin zwar wieder erreichbar, aber immerhin passt das zum Funkloch. Das erscheint in ein paar Tagen. Und wer mehr darüber wissen will: Es gibt jetzt hier bei mir eine eigene Seite dazu, mit Bildern von der Recherchereise.

Noch'n Interview: Auf der Seite von "dtv pocket crime" beantworten die Autoren der Reihe einige Fragen, und man findet mich dort jetzt auch.

Eine Extra-Seite gibt's jetzt übrigens auch zu Drachenwächter, damit drachenwaechter.de nicht mehr so verwaist ist. Die Seite zur Trilogie werde ich aber erst ausbauen, sobald der abschließende Band aktuell wird. Dann wird dort auch ein PDF mit der ursprünglichen Kurzgeschichte zum Download stehen.

Zum Abschluss noch ein väterlicher Rat: Kinder, lauft bei 35° keinen Halbmarathon.

Frisches Interview - vom Living Games Festival

Frisches Interview - vom Living Games Festival

Ich bin dann mal geheilt

Das ist natürlich gelogen.

In ein paar Jahren wird das iPhone alle anderen Handys verdrängt haben, und, ja, dann schaffe ich mir auch wieder eins an.

Mein Experiment endet so, wie es letzte Woche begonnen hat - mit einem sehr launischen E-Netz, nachdem es 1 Jahr lang hier ohne Probleme lief. Sollte ich also jetzt per Handy nicht erreichbar sein, dürft ihr mir gern unter die Nase reiben, dass ich selbst schuld bin. Ihr könnt mit euren iPhones wedeln, rumhüpfen und "NÄNÄNÄNÄ" singen. "Du, guck mal, der hat ein ... Nokia." / "Komm, wir gehen lieber auffe anderen Straßenseite."

Aber immerhin, der Test in der nächstbesten Stadt (Fulda) hat gezeigt: UMTS - auch ohne HSDPA - ist so schnell, wie es früher das Pseudo-DSL bei uns in der Pampa war. Das ist Fluch und Segen gleichermaßen. Ich kann unterwegs ohne Probleme größere Dateien hin- und herschieben, sollte aber nicht der Versuchung erliegen, immer nebenbei mein Notebook ins Netz einwählen zu lassen.

Wo hakt's? Die Löschen- und Abbruch-Tasten sind etwas nah beeinander. Wer mühevoll einen intelligenten Tweet komponiert hat (was mit T9 und meinem geschlauchten Hirn einige Zeit dauert) und dann nur das letzte Zeichen ändern will, aber "Abbrechen" anwählt und alles ins Nirvana schickt - jo, der wünscht sich durchaus die virtuelle Tastatur des iPhones zurück. Aber damit kann ich mich arrangieren.

Was ist toll? Der Akku. Ich werde es nicht vermissen, mein Handy in jeder freien Minute anstöpseln zu müssen und in Panik zu verfallen, wenn ich auf Tour muss, aber das Teil nur zur Hälfte geladen ist.

Also: Man darf mich jetzt wieder anrufen.