Januar 2011


Wallfahrt nach Monkey Island

Ron Gilbert war ziemlich genervt.

Er konnte keine zwei Meter laufen, ohne dass ihm jemand ein Spiel oder einen Stapel Plakate zum Signieren unter die Nase hielt (oder ein Gummihuhn). Außerdem musste er deutsche Waden begutachten. (Fürs Protokoll: Das sind nicht meine.) Dann wurde er dauernd interviewt, z.B. von adventure-treff.de.

Sein Vortrag "Making of Maniac Mansion" war großartig, und der Kinosaal war bis auf den letzten Platz gefüllt. Und auch wenn's auf dem folgenden Foto nicht so aussieht - er hat sich geduldig und verständig seinen Fans angenommen, die ihm vermutlich alle die gleichen, dämlichen Fragen gestellt haben.

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Und, ja, er hat auch alles signiert, was man ihm unter die Nase gehalten hat.

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Ich laufe seit vielen Jahren auf Messen und Konferenzen rum, und der Anblick eines Peter Molyneux oder Warren Spector löst bei mir eigentlich nur noch den Gedanken "Ach guck, der ist auch wieder da" aus.

Wenn ich einen einzelnen Grund nennen muss, warum ich heute diesen Job mache, dann ist es dieses Spiel. Und damit auch der Kerl, der es erfunden hat. War schön, sich persönlich dafür bedanken zu können - und mal wieder einfach nur Fan zu sein.


Fotos: Sebastian Grünwald - danke!

Prost Neujahr! (äh)

Die "Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft" unterhält eine "Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien". Davon wusste ich nichts - bis mir ein Google Alert einen interessanten Link zuschickte. Denn drei Landesverbände haben "Im Funkloch" in ihre Liste der analysierten Bücher aufgenommen.

Nordrhein-Westfalen urteilt "sehr empfehlenswert" und schreibt: "Der Autor schafft es, eine spannende Kriminalerzählung mit gesellschaftlich hoch brisantem Stoff zu verbinden. Die Frage, was einen Jugendlichen dazu bringt, sich so zu verhalten wie Lucas sollte auch in den Klassen diskutiert werden."

Thüringen urteilt "empfehlenswert" und merkt kritisch zum Verhalten der Lehrer in der Geschichte an: "Solche Beschreibungen von Lehrern untergraben das Ansehen dieser Berufsgruppe. Sie hat es in der Realität schon schwer genug, sodass die Literatur sie nicht beschädigen sollte." Aber auch: "Das Buch will unterhalten und das Bedürfnis nach Spannung und Action befriedigen. Das gelingt dem Autor."

Bayern urteilt "empfehlenswert": "Löffler versteht eben sein Handwerk - und die Erfahrung als Computerspieleautor zeigt sich auch in der kunstvoll zweigleisigen Erzählstruktur (...) Ohne Kommunikation, eben im Funkloch auf sich selbst geworfen, hält mehr als nur ein Hauch 'Herr der Fliegen' Einzug. (...) 'Im Funkloch' ist für die Zielgruppe ausgezeichnete Unterhaltung, die durchaus mehr bietet, als man von einem generischen Jugendkrimi erwarten dürfte."

Nach dieser äußerst angenehmen Reise durch die Bundesländer noch ein kleiner Hinweis auf den späten Februar oder frühen März:

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