Statt mir selbst einen abzubrechen ...
... verweise ich einfach auf die schlüssige Argumentation anderer Leute. Tom und Gattin stellen fest: Vampire sind die neuen Pferde.
Der Fasching und die Autoren: eine Theorie
Ich habe etwas bemerkt, und wie das so ist, versuche ich ohne Umwege, dafür eine Erklärung zu finden.
In den letzten Tagen haben sich einige Autoren von einigem distanziert. Und nicht nur von Plagiarismus, nein, auch von etwas, das man nicht mit Verweisen auf Goethe, Mann, Burroughs und Intertextualität rechtfertigen kann - dem Fasching (der Begriff Karneval ist synonym zu verstehen). Aufgefallen ist es mir vor allem bei Twitter - dort gab es entsprechende Kommentare von Nicole Rensmann, Kai Meyer und Christian Humberg. Und ich glaube, das waren nicht die einzigen.
Spontan fällt mir noch ein anderer Autoren-Faschingsverweigerer ein: Ich. Auch wenn das viele nicht verstehen können, sei es in aller Deutlichkeit gesagt: Fasching stößt mich körperlich ab. Ich kann es nicht vernünftig erklären - aber man versuche mal umgekehrt, von einem Jecken eine Begründung für sein Treiben einzufordern.
Ich habe die Theorie, dass es mit meiner Berufsgruppe zusammenhängt, siehe oben. Warum? Romanautoren verbringen jeden Tag Stunden in fiktiven Welten, erschaffen Dinge, die es nicht gibt, müssen sich in die Gedankenwelt einer Vielzahl unterschiedlicher Figuren einfinden. Die Vorstellung, sich zu verkleiden, scheint daneben doch wenig attraktiv. Autoren müssen nicht den Alltag hinter sich lassen, um Spaß zu haben - sie sind einen Großteil ihrer Wachzeit schon in anderen Welten unterwegs!