Dezember 2010

Der Geist war willig, aber Nokia schwach

Es ist ein halbes Jahr her, dass ich im Dienste der Wissenschaft einen Selbstversuch gewagt habe: Nach 2 Jahren weg vom iPhone, zurück zum Nokia (C5).

Gestern habe ich meine Sim-Karte wieder ins iPhone umgesiedelt, das 6 Monate nur als iPod benutzt wurde. Ja, alle die behaupten hatten, ich würde früher oder später genau das tun, hatten recht. Warum also?

In einem Wort: Bequemlichkeit.

Das Nokia kann so ziemlich alles, was das iPhone auch kann (und sogar noch etwas mehr, weil ich noch das 2G habe). Aber alles ist etwas umständlicher, schwieriger. Bis zu einem gewissen Grad kann man das ertragen, vor allem wenn man sich über die Vorteile des Nokia freut.

Aber irgendwann reicht's und man will ins 21. Jahrhundert zurück.

Was mir an dem Nokia fehlen wird:

- Akkulaufzeit. Selbst bei heftiger Benutzung musste ich erst nach 4 oder 5 Tagen aufladen.

- Profile. Wesentlich flexibler als das iPhone.

- Größe und Gewicht. Es ist wesentlich bequemer zu transportieren.

- Ovi Maps. Wirklich eine gute Navigationslösung.

- Der Wecker. Banales Ding, aber der Wecker-Ton ist so viel angenehmer als das Getröte des iPhones.

Nicht vermissen allerdings werde ich den Ovi Store. Inhaltlich ist er ein schlechter Witz, technisch eine Katastrophe. Ich würde sogar ein Touch-Nokia in Erwägung ziehen, wenn ich mich dann nicht wieder in dieses Toviabohu stürzen müsste ...

Das C5 wird nicht verkauft, sondern als Jogging-Navigationshandy und Zweitgerät weiterbenutzt. Die ganzen Vorteile wiegen unterm Strich nicht das auf, was fehlt: Spaß. Das C5 ist ein klassisches Handy mit klassischen Funktionen. Und es ist stinklangweilig. Ich kann nicht länger mit meiner Ehre als Nerd vereinbaren, kein iPhone zu benutzen. Lieber binde ich mir halt wieder ein Ladegerät mit Dock Connector ans Bein. Hauptsache, ich kann wieder vernünftig twittern.

Und wer jetzt sagt: Wä-wä-Wendehals ... ich bin schon mit Apfelgeräten rumgelaufen, als ihr behauptet habt, Windows ME wäre viel besser als Windows 98.

Außerdem - mal ehrlich: Ich hatte ein absolutes Seuchenjahr. Das MUSS doch Steves Rache gewesen sein, oder?

Nennen wir's Seuchenjahr

Denn es war eins. Die großen und kleinen Ärgerlichkeiten waren eindeutig in der Überzahl, haben den paar Lichtblicken keine Chance gelassen.

Immerhin findet das Jahr ein versöhnliches Ende - mit Projekten, wegen denen ich "psyched" bin, wie der Ami sagt. Wegen neuen Kunden und alten Freunden - real wie virtuell.

Dass, nunja, mein Politthriller immer noch nicht fertig ist, hängt mit den erwähnten Ärgerlichkeiten zusammen, die eine vernünftige Zeitplanung dieses Jahr unmöglich gemacht haben. Zugegeben: Ich war auch mit der ersten Fassung nicht zufrieden. Die wird gerade nach dem Jack-Bauer-Prinzip überarbeitet (mit dem Baseballschläger), während parallel dazu der dritte "Drachenwächter"-Band durchgeplant wird. Die Suchbild-Abenteuer-Umsetzung für PC (und Mac!) ist aktuell für 31. Januar terminiert.

In diesem Sinne: Feiert. Entspannt. Rutscht.

2011 wird anders.

2011

Sleepless in NRW

Mein Politthriller (der nicht mehr "Eskalationsziel" heißen wird) und das "Drachenwächter"-Spiel sind erwiesenermaßen noch nicht erschienen. Die Dinge sind im Moment etwas chaotisch, weswegen es auch keinen Blogeintrag seit einiger Zeit gegeben hat. Besserung in Sicht? Wohl nicht. Erscheinungstermine in Sicht? Durchaus. Versprechen dazu? Bloß nicht.

Also - was war inzwischen los?

So sieht eine Podiumsdiskussion auf dem Buchmessecon aus der Perspektive eines Diskutanten aus:

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So was entdeckt man bei Ultra Comix in Nürnberg. HELL YEAH!

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So sieht die Festhalle aus, bevor man etwa viereinhalb Stunden später mit ekligem Seitenstechen reinschlurft, das man im Training nie hatte.

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So sieht es aus, wenn man bei -10° darauf wartet, beim Deutschen Entwicklerpreis eingelassen zu werden.

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Aktuell verbringe ich viel Zeit in Nordrhein-Westfalen. Und stelle fest, dass der Menschenschlag dort einige lustige Rituale hat. Eines davon besteht aus zwei Schritten.

nosmoking

Schritt 1: Das linke Schild aufhängen.

Schritt 2: Es ignorieren.

Angeblich hat das sympathische Bundesland einmal ein Nichtraucherschutzgesetz gehabt und es dann minmal novelliert. Es ist nun ein Raucherschutzgesetz. Offenbar reicht es, wenn in einem Restaurant irgendwo so ein Schild hängt und eine Ecke offiziell als Nichtraucherereich gilt. Und es ist wohl schon genug, wenn dieser Bereich ungefähr 1% der gesamten Fläche ausmacht. Als Angehöriger der Zivilisation (Hessen) wundert man sich darüber sehr. Zum Glück sind die meisten NRWler äußerst angenehme Zeitgenossen und man kann es ihnen nicht recht übelnehmen, dass man an Lungenkrebs krepieren muss, wenn man eine Portion Pommes essen will.

Da ich nicht weiß, ob ich mich hier vor 2011 noch mal melde, möchte ich meinen neuen Youtube-Kanel nutzen und mein erstes hochgeladenes Video präsentieren. Es zeigt, wie man sich in NRW in Weihnachtsstimmung versetzt. Zumindest an einem Ort, den man Restauranthotelraucherkneipedisco nennen könnte und wo man entsprechend gut schläft.