Spiele-Update
Warum ich bei "Eskalationsziel" so fulminant hinterherhänge, lässt sich an den Titeln illustrieren, die dieser Tage in den Handel kommen (bzw. online gehen) und mit denen ich einige Zeit beschäftigt war. Immerhin kommen sie nun in meine Spiele-Galerie:
Galileo Mystery: Die Krone des Midas - Ein Action-Adventure, das für Wii, PS2 und DS erscheint und von Independent Arts entwickelt wurde. Hier habe an Dramaturgie und Dialogen gearbeitet (und ein Rezensent glaubt sogar meine Hand zu spüren). Das Rätseldesign stammt von Jörg Beilschmidt.
Alarm für Cobra 11: Highway Nights - Die neuste Version der Rennspiel-Reihe, die von Synetic entwickelt wird, legt mehr Wert auf die Story. Und an der habe ich mitgemischt.
Gilde 1400 - Die Browser-Variante des Strategieklassikers ist von Ticking Bomb Games entwickelt worden. Und ist "free to play". Hier habe ich die Texte poliert.
Bald erscheint auch die Xbox360-Version des äußerst empfehlenswerten Venetica. Das andere Projekt aus dem Hause Deck13 - das Gruseladventure Haunted - hängt wegen der bedauernswerten Insolvenz des Publishers HMH noch im Limbo. Aber die Zeit kann man ja auch mit einem Ankh-Wimmelbildspiel überbrücken.
Der Sinn des Internets
Ich bin krank. Das meine ich nicht metaphorisch, sondern hustentechnisch und im Bezug auf die allgemeine Befindlichkeit. Und weil ich nun wirklich bei allem hinterherhänge, wo es nur geht, nehme ich davon auch dieses Blog nicht aus. Aber einen Augenblick möchte ich mir Zeit nehmen, um meinen Beitrag bei dem zu leisten, wofür das Internet erfunden worden ist:
Die Verbreitung von Katzenfotos!
Diese beiden ca. 11 Wochen alten Wollknäuel haben gerade beschlossen, uns in ihrem Haus zu dulden.
Der rötliche Kater hört (noch nicht) auf den Namen Rumo und kann gut kämpfen. Die größtenteils schwarze Katze ist Nilufe benannt - ihre Tatzenspuren finden sich schon auf meiner Schulter und der PS3.
elvisloeffler.jpg
Um Antworten bin ich selten verlegen. Aber manchmal stoße ich auf Dinge, bei denen ich innehalte. Meldungen über Insolvenzen, Blog-Kommentare von Anonymos, meine Handy-Rechnung. Dann gehe ich in mich und warte ab: Kommt da noch mehr? Gibt es eine Erklärung? Erfahre ich noch Dinge, die mir helfen, es zu verstehen?
In diesem Fall nicht.
Ich kann einfach nur ratlos verlinken, was der Herr Uew aus meinem aktuellen Foto gemacht hat - nämlich einen Elvislöffler.
Sucht gehört verboten!
Letztes Jahr beim Living Games Festival habe ich bei den Podiumsdiskussionen gesagt, dass die Spielebranche neben dem klassischen Killerspielevorwurf sich bald verstärkt mit dem Vorwurf auseinandersetzen wird, süchtig zu machen. Wenn man sich das Spielprinzip von vielen Online-Titeln anschaut, muss man auch kein Prophet sein, um das zu erkennen. Und das ist der neueste Beitrag zu diesem Thema.
Nun könnte ich schon beim ersten Absatz des Artikels verzweifeln, wie da Termini wie "billigend in Kauf nehmen", "raffiniert auf ihr Suchtpotential hin ausgerichtet", "abgeschöpft". Meine Güte, sind wir Spieleentwickler gerissen ... war mir nicht bewusst, mit welcher kriminellen Energie wir vorgehen.
Dass ein "Vorsitzender des Fachbeirats Glücksspielsucht" die Spielebranche mit der Zigarettenindustrie gleichsetzt, ist schon an Albernheit kaum zu überbieten. Ich sag's mal ganz einfach: Computerspiele sind keine Glücksspiele. Sie locken nicht mit der Versprechung von Reichtum, sie sind auch keine bekloppten Geld-rein-und-alles-blinkt-Maschinen. Ganz im Gegenteil - Computerspiele fordern zur Teilnahme auf, ja sogar zur Hingabe. Sie sind verdammt noch mal interaktiv und gehen darüber hinaus, in einer Raucherkneipe beim Bier auf einen riesigen, roten Knopf zu drücken.