Nachfolge-Niederungen
Der zweite Teil einer Trilogie endet mit Tod und Verderben. Und wenn nicht das, dann mindestens mit Aussichtslosigkeit. Besonders in Filmen fällt das auf.
Warum? Bei Filmen ist es offensichtlich: Der erste Teil war erfolgreich, also wird ein Nachfolger gemacht. Und damit daraus eine Reihe wird, die längerfristig Kohle einfährt, endet der zweite Teil mit einem dramatischen Cliffhanger. Und allzu oft werden Teil 2 und 3 auch parallel produziert, dann kann man es sich erlauben, das Ende von Teil 2 offen zu lassen.
Beispiele? Matrix Reloaded. Fluch der Karibik 2.
Tote Protagonisten ...
Ob ich dieser Versuchung auch nachgegeben habe?
Hasch mich, ich bin der Marathonmann
Die Medaille knallt gegen meine Schneidezähne.
Peinlich berührt entschuldigt sich die Frau, die sie mir umgehängt hat. Entweder ist mein Gesicht zu lang oder das Band zu kurz.
Egal. Die Schneidezähne könnten abbrechen und würden den Schmerz in den Oberschenkeln nicht übertönen. Ich grinse die Frau nur dämlich an und stolpere weiter nach hinten. Jemand reicht mir eine Folie und ich mache mich zur Mumie. Dann schlurfe ich nach draußen. Wasser. Schorle. Was auch immer. Her damit. Denke ich zumindest. Dann merke ich, dass ich gar keinen Durst habe, es hat mich nur die Gewohnheit nach dem Becher greifen lassen. Alle 2,5 Kilometer gab es eine Verpflegungsstation, überall habe ich ein oder zwei Becher getrunken. Dürfte sich auf ca. drei Liter summieren. Außerdem habe ich drei oder vier Bananen gegessen. Und die sechs Powergels aufgebraucht. Kurzum, ich habe bei diesem Lauf wohl mehr zu- als abgenommen.
Das Gedrängel jenseits der Ziellinie und im Freibereich zwischen den Messehallen wird immer größer. Denn dort dürfen auch Freunde und Angehörige der Läufer hin. "Familienzusammenführung", nannte es ein Läuferkollege, der vor dem Lauf neben mir durch die Hallen geirrt war, und ich dachte an die Korea-Grenze und eine entmilitarisierte Zone.
Kohlenhydratspeicher: voll
Oh je.
Einmal werden wir noch wach, heißa, dann ist Marathontag. Das muss man sich mal klarmachen: Man steht zu nachtschlafener Zeit auf, fährt eine Stunde mit dem Auto nach Frankfurt, mischt sich unter ca. 12.000 Leute, um dann 42 KM zu rennen, was - in meinem Fall - irgendwo zwischen 4 und 5 Stunden dauern wird.
Was bedeutet das außer der Tatsache, dass man einen an der Waffel hat?
Nun - es signalisiert die letzte Chance, am Gewinnspiel teilzunehmen. Für mich fest steht jetzt schon der Sonderpreis für die beste Motivation und der für die wirksamste Motivation. Über den Rest wird das Los entscheiden.
Aber wohl erst am Dienstag.
Montag früh muss ich tatsächlich zu den Cademar-Hörbuch-Aufnahmen, weswegen ich mich nach dem Marathon nicht nach Hause begebe, sondern in ein Frankfurter Hotel schleife, literweise Apfelschorle trinke und mich langmache, um dann in hoffentlich alter Frische am Montag die A3 hinauf zu brausen.
Erste Ergebnisse der Kohlenhydratverbrennung werden am Sonntag zeitnah auf meinem Twitter-Account stehen (also auch hier auf der Seite rechts), und irgendwann Dienstag folgt die große Abrechnung hier im Blog.
Go green!
Auf der Startseite befindet sich das "Jagd"-Cover. Ein Entwurf - wahrscheinlich wird der Untertitel noch verkleinert. Aber die Richtung bleibt so.
Aufgehorcht!
Denn ich kündige nicht alle Nase lang ein neues Buch an. Wenn man das überhaupt eine Ankündigung nennen will. Ähm, es ist eher ein Platzhalter. Und es werden noch viele Monate vergehen, bis die Butter für die Fische eintrifft. Ich freue mich trotzdem schon mal.
USB-Stick für Markus Heitz
Wie man auf mahet.de recht schnell erkennt, ist Markus Heitz ein Freund des glitzernden Fingerschmucks. Wenn man aber das hier anschaut, könnte man auf die Idee kommen, dass seine Kleinfingerschiene eine ganze Festplatte enthält ... hm. :)
Buchmesse-Retrospektive
Aber nicht nur zur aktuellen Buchmesse, nein. Mit der Veranstaltung in Frankfurt verbinden mich viele Erinnerungen, und ich nehme die aktuelle zum Anlass für einen kleinen, persönlichen Rückblick.
1996. Meine erste Buchmesse - als Praktikant für einen Software-Distributor. Standdienst. Präsentation von Lernspielen, 9 Stunden pro Tag, 5 Tage lang. Buchhändler, die ein Produkt umfassend in 30 Sekunden erklärt haben wollen. Langfinger, die Versionen schneller aus den Rechnern stehlen, als Schlüssel umgedreht werden können. Danach fertig mit der Welt.
2000. Mein erster Besuch als "Autor"! Zum Lektorengespräch! Mächtig stolz! Lektor kündigt kurz nach der Messe. Kurz darauf wird der Verlag verkauft. Thema Bücher erstmal erledigt. Danach Schnauze voll von Buchmesse.
2005. Anderer Verlag, wieder Lektorengespräch. Einbestellt worden, Verlag kam auf mich zu, nicht umgekehrt. Aber: Lektorin desinteressiert. Achselzuckend heimgefahren. Nie wieder etwas gehört. Lektorin kündigt kurz nach der Messe. Verlag gibt es aber noch. Thema Bücher mal wieder erledigt. Ich gucke BoD-Preislisten an.
Das untote Blog
Guck an. Es ist wieder da. Kommando zurück.
Demnächst hier: Meine Gedanken zum Schreiben von Fortsetzungen. Jetzt, wo ich zum ersten Mal eine fertig habe.
Drachensteigen
"Die Jagd" ist fertig. Und ja, die Uhrzeit dieses Eintrags ist authentisch. Aber nein, das heißt nicht, dass ein Erscheinen unmittelbar bevorsteht. Und doch, das heißt, dass ich jetzt Urlaub mache. Einen Tag. Und dass ich mich rasieren kann. Sätze zu twittern wie "Ich rasiere mich erst wieder, wenn der Roman fertig ist", werde ich aus ästhetischen Gründen in Zukunft vermeiden.
Antville eingebuddelt
Mein altes Blog ist weg. Es kommt nur noch eine Fehlermeldung. Vielleicht ist es nur vorübergehend offline, aber ich vermute, es kehrt nicht zurück. Zum Glück habe ich mir die Mühe gemacht, alle Beiträge (und Kommentare) manuell in ein .RTFD rüberzukopieren. Falls jemand wissen möchte, was mir 2004 bis 2007 durch den Kopf ging (und was so kommentiert wurde), kann sich das File gern von mir schicken lassen.
Update 9.10.: Es lebt wieder!
Die Blogger mit Amboss
Wenn Fantasy-Autoren ein Blog eröffnen, ist das einen Hinweis wert. Wenn es schizophrene Autoren sind, umso mehr. Wobei schizophren es nicht ganz trifft, denn es handelt sich hier tatsächlich um zwei Autoren, die aber kein gemeinsames Pseudonym haben, sondern sich in einer langen, nächtlichen Würfelsession, bei der auch Red Bull, Doppelkorn und mehrere Zwergkaninchen involviert waren (sagte man), auf einen Namen geeinigt, den einer der beiden wirklich trägt.
Verwirrend.
"Im Blogschke" nennt sich das Ganze, und der Name, der dahintersteht, ist Thomas Plischke, der (bzw. die) jetzt im Oktober sein (ihr) Debüt "Die Zwerge von Amboss" veröffentlicht (veröffentlichen). Zumindest sein (ihr) eigenständiges Fantasy-Debüt, in anderen Fantasy-Welten ist er (sind sie) längst unterwegs und hat (haben) auch ein Hörspiel zu "Sacred 2" geschrieben, für das wiederum Kollege Hardebusch einige Quests entworfen hat und für dessen Vorgänger "Underworld" ich wiederum ein paar Texte geschrieben habe.
Auch verwirrend.