Schönwetterläufer
"Dein Blog ist ja meistens ganz unterhaltsam", sagte er. "Außer wenn du übers Joggen schreibst." Schließt die Raketensilos wieder, denn wer's noch nicht gemerkt hat, kann aufatmen: Vom gelegentlichen Hinweis auf den ein oder anderen Wettkampf ist das hier wieder eine sportbefreite Zone. Was ihn sicher beruhigen dürfte, wo er doch mit der Zahl 42,195 nur seine Tagesration Kippen aufzählt.
Auf der Startseite gibt's jetzt das fertige "Jagd"-Cover zu sehen. Aber noch nichts neues zum Erscheinungstermin.
Auf der Seite meiner Agentur stehen schon Arbeitstitel und Verlag meines Jugendkrimis.
Geistig stelle ich mich derzeit auf den Deutschen Entwicklerpreis nächste Woche ein. Dieses allgemeine Schulterklopfen wird ja von allen boykottiert, deren Schultern nicht geklopft werden. Ich kenne da keine Scham, sondern gehe hin. Und klopfe.
Ansonsten geht der lustige Arbeitsstress fröhlich weiter und wird noch bis Weihnachten andauern. Gut so. Aber dann wird mal wieder ein Buch gelesen. Vielleicht auch geschlafen.
Blogpause
Tja, Zwangspause. November ist einer von DIESEN Monaten. Immerhin arbeite ich im Moment an ein paar richtig guten Spielen, die ich beizeiten freudig im Trackrecord ergänzen werde.
Heute die MP3s des "Cademar"-Hörbuchs erhalten. Klingt klasse, freue mich aufs Erscheinen.
Ende des Monats komme ich dann vielleicht wieder zum Atmen. Und zum nächsten Roman.
Drachenwacht
Was ist das - es geht um Drachen und hat grüne Schuppen auf dem Cover.
Na?
Richtig. "Drachenwächter", Band 2.
Und "Drachenwacht".
Was? Doch, tatsächlich.
Gar nicht lustig
Es ist ja nett, wenn auch Maschinen Humor entwickeln.
Wenn es sich aber um ein neues Macbook handelt, das mit mir "Vier gewinnt" spielen will, kann ich nicht lachen. Ausgepackt, hochgefahren - und festgestellt, dass die Tasten 5, T, G und B nicht funktionieren. Die bilden eine Diagonale. Das Macbook hat gewonnen und bezahlt seinen Sieg mit dem 14tägigen Rückgaberecht.
Michael Crichton auch
Makaber, aber unvermeidlich - gleich der nächste letzte Salut hinterher. Wenigstens dauert es diesmal keine Jahre, bis die schlechte Nachricht mich erreicht.
Crichton machte mir immer Angst. Weniger mit dem Inhalt seiner Bücher, sondern mit seinen Quellenangaben. Für einen einzigen Roman schien er mehr Bücher zu lesen als in meinem jungen Leben insgesamt. Vielleicht wollte er auch einfach nur angeben, habe ich mir immer gesagt. Sein Werk ist reich an Höhepunkten, und es gibt den ein oder anderen Rohrkrepierer. Aber langweilig war er nie.
Andromeda habe ich als Jugendlicher gesehen und gelesen - sein erste Buch war passenderweise auch mein Einstieg in den Crichton-Kosmos. Als dann im Hype von "Jurassic Park" sein Werke davor neu aufgelegt wurden, konnte ich diese auch nachholen. Congo habe ich als orignell in Erinnerung (den Film gar nicht mehr), und der 13. Krieger als intensive Leseerfahrung.
Große Begeisterung löste bei mir aber Sphere aus. Bzw. Die Gedanken des Bösen, wie der nicht sonderlich originelle deutsche Titel ist. Ein für mein Empfinden rundum gelungener Thriller mit geschickt gelegten falschen Fährten und einem Spannungsaufbau, wie er in thematisch verwandten Büchern heute fast zum Klischee erstarrt ist. Damals hat das Buch exzellent funktioniert. Auch hier haken wir die Verfilmung lieber schnell ab.
Jeffrey Boam ist tot
Wer?
Das werden sich die meisten fragen.
Ich kam gerade wieder auf ihn, als ich mich wunderte, warum eigentlich David Koepp das Drehbuch für "Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels" geschrieben hat. Mir fiel ein, dass Jeffrey Boam das des dritten Teils verfasst hatte. Und dass der schon für andere exzellente Streifen der 80er verantwortlich war: "Dead Zone", "Die Reise ins Ich", "Lost Boys", "Leathal Weapon 2 + 3".
Wo Indy IV so ein Klassentreffen ist - warum ist der nicht dabei? Hat er sich mit Spielberg verkracht? Sich aus der Branche zurückgezogen? Überhaupt - was hat er die letzten Jahre getrieben?
Wikipedia antwort: Er hat in den späten 90ern für die Serie "Tales from the Crypt" gearbeitet. Dann hat er seinen Wohnort in ebendiese verlegt: er ist am 24.1.2000 an einem Herzinfarkt gestorben.
Warum ging das so völlig an mir vorbei? Warum bekommt man immer wieder mit, was aus Regisseuren wird (und Schauspielern sowieso), aber bekannte Drehbuchautoren sind nur eine Fußnote der Geschichte? Das lässt einen doch die eigenen Karriereentscheidungen hinterfragen ...
